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Christkindl`s Weihnachtsgeschichten
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Zur Weihnachtszeit
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Zur Weihnachtszeit

Christina Telker widmete diese Geschichte
Ihrer Tochter Gabriele

Dicht verschneit lag die Winterwelt wie im Traum. Die Zweige der Bäume trugen eine schwere Last, tief drückte sie der Schnee herab so das manches Zweiglein brach. Tief im Winterwald hinter der letzten Schonung befand sich das Reich des Weihnachtsmannes. Fleißig hatten das ganze Jahr über die Wichtel geholfen, dass die Kinder zur rechten Zeit ihre Gaben unter dem Tannenbaum vorfinden würden. Hier bekam ein Schaukelpferd einen neuen Schwanz, dort erhielt Puppe Lise herrlich blonde Zöpfe, ein anderer Wichtel war damit beschäftigt die Bausteine für Paulchen bunt zu bemalen. Ein Blick in den Kalender verriet, dass Sonntag der 1. Advent sei.

Mitten in der Weihnachtswerkstatt stand nun der Weihnachtsmann mit einem großen Postsack, aus ihm zog er die Wunschzettel der Kinder und las einen nach dem Anderen vor. Die Wichtel hatten einen großen Kreis um den Alten gebildet und waren nun damit beschäftig, flick wie die Wiesen die vorgelesenen Gaben zu holen. Auf einem großen Tisch lagen viele Rollen Geschenkpapier und fleißige Wichtel verschnürten eins, zwei drei all die schönen Gaben und versahen sie mit Namen, damit ja kein Geschenk verwechselt wurde. Schwer beladen stand nun der Schlitten für seine weite Fahrt bereit. Jeden Abend brachte der Weihnachtsmann höchstpersönlich seinem Schimmel eine extra Portion Hafer, damit er für die Fahrt zu den Kindern auch gut gestärkt sei. Nachdem Knecht Ruprecht die Stiefel der Kinder gefüllt hatte, brachte er die letzten Wunschzettel von der Erde mit. In der Weihnachtsmannwerkstatt war man seit vielen Jahren darauf vorbereitet. Jedes Jahr mitten im Dezember erwartete man Knecht Ruprecht als guten Gast. Auch sein Esel hatte einen festen Platz neben dem Schimmel im weihnachtlichen Stall.

So saßen die beiden Alten gemütlich am Kamin um ihre Erlebnisse auszutauschen. Nachdem auch die letzten Gaben gut verpackt auf dem Schlitten lagen, holte der Weihnachtsmann seinen Schimmel aus dem Stall und spannte ihn vor seinen Schlitten. "Nun zeig mal, dass du den Weg zur Erde noch immer kennst. Komm spurte dich, damit wir alle Kinder zur rechten Zeit erreichen" meinte er schmunzelnd. Fröhliches wiehern war die Antwort. Denn nichts fand er so schön, wie jährlich zu den Kindern zu reisen. Hier und da hatten sie ein Bund Stroh oder ein Möhre für ihn hingelegt. So wusste der gute Schimmel, dass die Kinder nicht nur auf ihre Gaben warteten sondern auch ihn nicht vergessen hatten. Schnell wie der Wind sauste der Schlitten über die Schneebedeckten Felder und durch die Wälder bis er im Mondlicht das Licht des ersten Hauses leuchten sah. Leise glitt nun der Schlitten durch die Straßen und Gassen. In manche Fenstern sahen sie hinein und freuten sich an den rosigen Wangen der kleinen Träumer. Als die Wintersonnen am Himmel aufstieg, war kein einziges Päckchen mehr auf dem Schlitten. Glücklich und zufrieden kehrten die Beiden ins Weihnachtsland zurück und ruhten sich den Rest des Winters aus, bis im Frühjahr die Vorbereitung auf das nächste Fest begann.

In der Vorweihnachtszeit sind alle Kinder ganz besonders aufgeregt. Das war vor hundert Jahren so und ist auch heute noch so geblieben. Tim ging es genauso. Jeden Abend, wenn er in seinem Bettchen lag, fragte er sich, ob es den Weihnachtsstern wirklich gibt. Vor zweitausend Jahre habe er die Geburt des Jesuskindes angekündigt, die drei Waisen zu ihm geführt und den Hirten den Weg zum Stall gewiesen. Jedes Jahr zum Weihnachtsfest leuchtet er auch heute noch strahlend am Himmel. Er leuchtet viel heller als die anderen Sterne und jeder kann ihn sehen, wenn er will. So erzählt man. "Gibt es den Weihnachtsstern wirklich?" frug er fast jeden Abend die Mutti wenn sie ihn ins Bettchen brachte. Und wie immer antwortete die Mutti "natürlich gibt es den Weihnachtsstern. Du musst nur richtig hinsehen." Dann blickte Tim so lange durch sein Fenster in den Sternenhimmel bis er einschlief. Den Weihnachtsstern hatte er noch nie gesehen. Es war die Nacht vor dem heiligen Abend. Wieder hatte Tim in die Sterne geschaut. Da, plötzlich, fiel ein Mondstrahl auf sein Bett und eine Stimme sprach "Komm, Tim, steig auf, ich bringe dich zum Weihnachtsstern!" Tim rieb sich die Augen. Wachte oder träumte er? Da sprach die Stimme ein zweites mal "nun komm schon, ich kann nicht ewig warten". "Wer bist Du?" frug jetzt Tim. "Siehst du mich denn nicht, ich bin ein Mondstrahl! Nun steig schon auf, ich kann dich tragen." Nun wollte Tim nicht länger warten, schnell setzte er sich auf den Mondstrahl und los ging die Reise. Vorbei am großen Wagen, an der Milchstrasse und am alten Vater Mond bis hin zu einem großen Stern, dem Weihnachtsstern. Tim hielt sich ganz fest, denn die Fahrt ging rasend schnell. Als der Mondstrahl Tim auf dem Weihnachtsstern absetzte, war er im ersten Moment wie benommen. Strahlende Helle umgab ihn, dass er sich wie geblendet fühlte. "Du wolltest wissen ob es mich gibt?" Sprach eine Stimme zu Tim. "Ja" antwortete dieser etwas schüchtern. "Nun siehst du das es mich gibt! Komm setz dich, ich will die eine Geschichte erzählen" sprach nun freundlich der Stern zu ihm. Gerne kam Tim der Aufforderung nach. Alles war hier so kuschelig weich und warm wie in seinem Bettchen nur viel, viel schöner. "Vor zweitausend Jahren, war ich ein Stern wie jeder andere" begann der Weihnachtsstern zu erzählen "Gott Vater ging von Stern zu Stern den Himmel entlang. "Ich habe eine besondere Aufgabe für einen von euch" sagte er. Als er uns alle gesehen hatte, erwählte er mich. "Ich werde meinen Sohn auf die Erde senden und du sollst es aller Welt anzeigen. Du wirst ab sofort ein besonderer Stern sein - der Weihnachtsstern. Dein Glanz wird hell zur Erde strahlen, dass die Menschen die sofort erkennen werden." So bekam ich meine Aufgabe". Der Stern erzählte noch weiter, von der Geburt des Jesuskindes, von den Hirten die ihn sahen und von den drei heiligen Königen, die ihm folgten. Aufmerksam hörte Tim ihm zu. "Jetzt weiß ich, dass es dich gibt" sagte er freudig, als der Weihnachtsstern seine Erzählung beendet hatte. "Danke, dass ich dich besuchen durfte." "Jedes Jahr in der Weihnachtszeit erfülle ich einem Kind diesen Wunsch." Erzählte der Stern. "Für dich wird es nun Zeit zur Erde zurück zu kehren. Bald ist die Nacht vorüber. Eine Bitte habe ich noch. Erzähle allen Kindern auf der Erde von mir und von der wahren Weihnachtsgeschichte." Gerne versprach es Timm, setzte sich auf den Mondstrahl und war bald wieder in seinem Bettchen. Als am morgen die Mutti ins Zimmer trat waren Tim´s erste Worte "Mutti darf ich dir die Weihnachtsgeschichte erzählen?" Die Mutti lächelte und meinte "gerne Tim, heute Abend unter dem Tannenbaum."

Autor: Christina Telker
Titel: Zur Weihnachtszeit
Copyright © by Christina Telker
Internet: http://lyriktraum.cms4people.de/
mit freundlicher Erlaubnis von Christina Telker

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