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Neuerscheinung:
Susanne Ulrike Maria Albrecht

Verdächtige und andere Katastrophen
Nordmann-Verlag
ISBN: 978-3-941105-11-9
11,80 EURO

Die schönsten Weihnachtsgeschichten
  1. A undankbars Kind
  2. Aljoscha, der kleine Schuhputzer
  3. Am Weihnachtsmorgen 1772
  4. Auf der Suche nach dem Christkind
  5. Eine kleine Weihnachtsgeschichte
  6. Bayerische Adventsgeschichte
  7. Briafal an’s Christkind
  8. Christkindl Ahnung im Advent
  9. Da Nikolaus
  10. Das Abenteuer der kleinen Stallmaus
  11. Das Christkind
  12. Das Christkind (Telker)
  13. Das gebrochene Versprechen
  14. Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
  15. Das Schaufenster
  16. Das schönste Fahrrad der Welt
  17. Das Weihnachts-Wunderkraut
  18. Der Adventskranz
  19. Der allererste Weihnachtsbaum
  20. Der erste Winter
  21. Der glückliche kleine Vogel
  22. Der Junge, der von den Sternen kam
  23. Der kleine Engel Benedikt
  24. Der kleine Weihnachtsbaum
  25. Der letzte Weihnachtsmann
  26. Der Pfefferkuchenmann
  27. Der Schneemann
  28. Der Trompetenspieler
  29. Der verlorene Adventszauber
  30. Der Weihnachtsengel
  31. Der Weihnachtsmann hat auch seine Sorgen
  32. Der Weihnachtstraum
  33. Der Wunschzettel
  34. Die Geschichte der Heiligen drei Könige nach Matthäus:
  35. Die kleine Tanne
  36. Die krumme Tanne
  37. Die Legende vom Tannenbaum
  38. Die Legende vom Weihnachtsmann
  39. Die Tannenfee
  40. Die verdorbene Weihnachtsfreude
  41. Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas
  42. Die Weihnachtsgeschichte nach Matthäus
  43. Die Weihnachts-Mission
  44. Die zweite Chance
  45. Dorfweihnacht
  46. Eine goldene Uhr
  47. Eine kleine Weihnachtsgeschichte
  48. Eine nicht ganz so stille Nacht
  49. Einsam am Heiligen Abend
  50. Eisblumen
  51. Fritzi, das Rehkitz (Teil 1)
  52. Fritzis neue Heimat (Teil 2)
  53. Geschichten vor dem Adventskalender
  54. Gina, die zur Weihnacht kam (Die Weihnachtskatze)
  55. Glaubst Du an den Weihnachtsmann?
  56. Herbergsuchen – irgendwo auf dieser Welt
  57. Heuer fällt Weihnachten aus
  58. Jan auf dem Weihnachtsmarkt
  59. Kann ein Weihnachtsmann stricken?
  60. Kerzen für das Christkind
  61. Pferd und Kuh beim Weihnachtsshopping
  62. Picks besieht sich die Erde
  63. Rocky´s erster Winter und der heilige Abend
  64. Rolands Begegnung mit dem Weihnachtsmann
  65. Rosi Rosine
  66. 's Christkindl ist da
  67. * * * Schneefall * * *
  68. Sören feiert Weihnachten
  69. Tim und der Weihnachtsstern
  70. Tränes Weihnacht
  71. Von der Mitternachtskrippe
  72. Waldi und die ganze Plüschtierschar retten Nils
  73. Weihnacht’n dahoam
  74. Weihnachten bei Familie Maus
  75. Weihnachten bei uns dahoam
  76. Weihnachten in 1001 Nacht
  77. Weihnachten ist anders word'n
  78. Weihnachtliches Wunschdenken und die Realität von Gaby Jung
  79. Weihnachtsengel
  80. Weihnachtslied einer gestressten Hausfrau
  81. Weihnachtszeit bei uns Zuhause
  82. Weißt du noch
  83. Woid-Weihnacht
  84. Wundersame Begegnung
  85. Wundersame Weihnacht
  86. Zur Weihnachtszeit
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seit 10.10.2009

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Christkindl`s Weihnachtsgeschichten
GLOCKE

Wundersame Weihnacht
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Wundersame Weihnacht

Mit einem lauten Knall schlug Sebastian die Tür hinter sich zu. Wütend warf er die Jeansjacke in die Ecke seines Zimmers und ließ sich traurig aufs Bett fallen. Während er mit den aufsteigenden Tränen kämpfte, schaute er auf den beleuchteten Messingstern. Wie der Stern über Bethlehem strahlte dieser elektrisch beleuchtete Stern aus blank poliertem Messing in seinem Fenster. Seine Mutter hatte ihn dort angebracht und täglich steigerte er seine Vorfreude auf Weihnachten. Morgen war Heiligabend und draußen fielen sogar die ersten Schneeflocken, alle Voraussetzungen für ein wunderschönes Weihnachtsfest waren gegeben, nur seine Mutter hatte ihm die Freude daran gründlich verdorben. Gerade heute beim Plätzchen backen hatte sie ihm mitgeteilt, dass er sich schon einmal mit dem Gedanken anfreunden müsse, dass sein Geschenk in diesem Jahr bei Weitem kleiner ausfallen würde als gewünscht. Bei dieser Ankündigung hatte sie Tränen in den Augen und erklärte ihm, dass sie als allein erziehende Mutter, deren Arbeitgeber die diesjährige Weihnachtsgratifikation gestrichen hatte, ganz besonders sparen müsse. Sebastian wünschte sich ganz weit weg zu sein und wollte damit all diesen Ungerechtigkeiten, die ihm jetzt widerfuhren, entfliehen. Aber allem voran wollte er es seiner Mutter heimzahlen, ihr einen anständigen Denkzettel verpassen. Mit seinem Verschwinden würde er ihr sogar einen großen Dienst erweisen. Denn ohne ihn würde sie bestimmt viel besser zurechtkommen und müsste nicht jeden Cent zweimal umdrehen, dachte er zornig und erhob sich zu allem entschlossen von seinem Bett. Wenn er erst einmal nicht mehr da wäre, dann würde sie die Sache mit dem Geschenk und dem Sparen mehr als bitter bereuen. Sebastian setzte sich an seinen Tisch, nahm ein Blatt Papier und fing an zu schreiben. Obwohl er noch nicht eingeschult war, konnte er bereits lesen und schreiben, was er seiner Mutter zu verdanken hatte und ihm jetzt zugutekam. Er wollte dorthin, wo sich der Weihnachtsmann das ganze Jahr über aufhielt mit all den bunten, schönen Sachen und Geschenken, die so groß waren, dass sie gar nicht eingepackt werden konnten. Solange er seinen Wunsch persönlich an den Weihnachtsmann richtete, kullerten seine Tränen aufs Papier und vermischten sich mit der Tinte. Nachdem er fertig geschrieben hatte, faltete er das Stück Papier zu einem Flugzeug, öffnete das Fenster mit dem Stern von Bethlehem und ließ es durch den dunklen Nachthimmel mit all den unzählbaren, lautlosen Schneeflocken gleiten. Erst als es nicht mehr zu sehen war, schloss er das Fenster und legte sich trotzig aufs Bett. Der Duft der frisch gebackenen Plätzchen zog durch die ganze Wohnung und machte auch vor seinem Zimmer nicht halt. Obgleich sein Magen knurrte, wollte er standhaft bleiben und seiner Mutter die Zähne zeigen. Müdigkeit breitete sich über ihm aus, er schlief ein und wachte mitten im Traumland wieder auf. Ein wunderschöner, alles überstrahlender Engel nahm ihn bei der Hand und führte ihn an den Ort seiner Wünsche. Der Weihnachtsmann war derweil mit seinem voll gepackten Schlitten unterwegs, um all die vielen Geschenke pünktlich abzuliefern. Spielsachen, Musikgeräte, Bücher ... so weit das Auge reichte. Alles lag da, was Sebastians Herz begehrte. Aber sein besonderes Augenmerk galt dem Kleidungsstück, das direkt vor ihm lag.Genau die Jacke, die er sich schon das ganze Jahr über sehnlichst gewünscht hatte und die er jetzt nicht erhalten sollte. Er nahm sie auf, zog sie an und tatsächlich passte sie wie angegossen. Sogar ein Spiegel stand plötzlich da, in dem er sich ausgiebig und freudestrahlend betrachten konnte. Ein wertvolles und wunderschönes Kleidungsstück von überaus langer Lebensdauer war dieser robuste Lammfellblouson im Fliegerstil. Für das Modell hatte man die Farbe Sand ausgewählt und mit Antik-Finish versehen, wodurch der Blouson noch authentischer wirkte. Mit durchgehendem Reißverschluss, zwei Schubtaschen, sportlichen Schließen seitlich am Bund sowie zwei Innentaschen mit Reißverschluss war er ein treuer Begleiter durch die kalte Jahreszeit. Sebastian hörte nicht nur die Worte des Verkäufers, sondern sah diesen geradewegs und zuversichtlich lächelnd hinter sich stehen, während er sich selber im Spiegel bewunderte. Dennoch verging ihm blitzartig die Freude an seinem schönen, teuren Geschenk, als ihm der Engel zeigte, wie traurig seine Mutter über sein Verschwinden war und sich aus Verzweiflung über den Verlust ihres über alles geliebten Sohnes von einer Brücke stürzte. Sebastian zog die Jacke aus und ließ sie achtlos auf den Boden fallen, während er mit tränenerstickter Stimme den Engel bat, ihn doch wieder nach Hause zu seiner Mutter zu bringen, die er mehr als alles und jeden anderen liebte. Der Engel nahm ihn gütig lächelnd bei der Hand und erklärte ihm, dass nur allein die Liebe das größte Geschenk im Himmel wie auf Erden sei. Es war Weihnachtsmorgen. Sebastian rieb sich den Schlaf aus den Augen und schaute durch das Fenster mit dem Bethlehemstern auf die einladende geschlossene Schneedecke. Bei dem Anblick des Sterns musste er sogleich an seine Mutter denken, die diesen so liebevoll an seinem Kinderzimmerfenster aufgehängt hatte. Beunruhigt und angsterfüllt schlich er auf der Suche nach ihr durch die Wohnung und fand sie glücklicherweise in der Küche vor. Dort war sie noch immer zugange, ganz leise zwar, um ihn nicht zu wecken. Und wieder stieg ihm der Duft der frisch gebackenen Plätzchen in die Nase. Die Tränen der Freude und Erleichterung liefen ihm bei ihrem Anblick über die Wangen. Wie immer wenn er sie sah, ging die Sonne für ihn auf. Er war Zuhause und seine über alles geliebte Mutter stand vor ihm. Rasch lief er zu ihr hin und umarmte sie wortlos. Sie zog ihn schweigend und verständnisvoll an sich. Sie brauchten keine Worte. Sie verstand ihn, so wie sie immer alles verstand. Sebastian fühlte sich glücklich und geborgen. Er hörte wieder die Stimme des wunderschönen, alles überstrahlenden Engels, der ihm ins Ohr flüsterte, dass nur allein die Liebe das größte Geschenk im Himmel wie auf Erden sei. Als sie am Abend von der Kirche zurückkamen und es Zeit war für die Bescherung, fand Sebastian unter dem Weihnachtsbaum den Lammfellblouson, den er sich so sehr gewünscht und den er in seinem Traum, oder war es gar kein Traum gewesen, so achtlos hatte zu Boden fallen lassen. Hastig schlüpfte er in die Jacke und warf sich voll Dankbarkeit in die Arme, seiner nicht weniger überraschten Mutter. Die kleinen goldfarbenen Glöckchen am Baum fingen leise an zu klingen und Sebastian wusste, dass er dieses wundersame Weihnachtsfest niemals vergessen würde.

Mit freundlicher Unterstützung von Susanne Ulrike Maria Albrecht
Autor: Susanne Ulrike Maria Albrecht
Titel: Wundersame Weihnacht
Copyright: Susanne Ulrike Maria Albrecht
gepostet von Susanne Ulrike Maria Albrecht
Date: 07.10.2009 11:38
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