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Christkindl`s Weihnachtsgeschichten
GLOCKE

Weihnacht’n dahoam
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Weihnacht’n dahoam

Jed’s Joar, scho vor’m erst’n Advent, fangt mei Mama des Platzlbacha o.
Und jed’s Joar suacht’s a naichs Vasteck für den Toag, der ja erstamal koid wern muass.
Und jed’s Joar find mas trotzdem.
Wenn’s nach uns gangad, brauchad’s de Platzl garned bacha, wei da Toag alloa scho so guad schmeckt.
Es iss wurscht, wia glatt dass ma den Toag nach’m Stiebiz’n wieder streicha, sie merkts doch immer, dass was weg is. Aber weil’s ned woas ob’s am End ned der Papa war, kons koan schimpfa. Und wenn de Platzl nacha fertig san, geht des Versteckspui wieda vo vorn o und bis Heilig Abend hammas dann scho fast alle aufgessn.

Oan Tog vor dem Christfest kumman immer unsere Großeltern auf B’suach, de übernachten dann a poar Tog bei uns. Mei Papa hoits mim Auto ab, weil’s zum z’Fuaß geh z’weit weg iss. Mim Auto braucht ma ungefähr oanahoib Stund.
Wenn dann der Schlüssl ins Schloss g’steckt werd, dann suacht se jeda vo uns a Versteck. Leider hamma bloß zwoa Klo’s, da bleibt oam nur no unterm Tisch oder hinterm Sofa.
Es iss ned, wei ma de Oma und den Opa ned megn, es iss bloß, wei uns de Oma immer so abschlabbert und des iss fei scho greislig.
Aba unsa Mama treibt uns dann scho ausse aus de Versteck und bevor ma sich’s versiagt, hat ma scho wieda an nassn Schmatzer auffedruckt griagt.

Jed’s Joar bringt uns mei Oma an Tafe Schoklad mit und a warme Strumpfhosn und zwanzg Schilling. Dabei ko ma bei uns garned mit Schilling eikaffa, aber unser Papa wechselts uns dann um.
De Schoklad iss ned vo Milka und ganzsche hart, aba man kons ja lutschn.
Und de Strumpfhosn hat immer so lange Haxn, dass in de Stiefe owei a richtige Ziehharmonika schmeisst.

Am Heilig Abend in der Fria, schickt uns mei Mama owei ind Kirch.
Mei Bruada mog aba nia higeh und sperrt si jedsmoi ins Klo ei. Da hada Pech g’habt, wei ma des vo auss’n mit am Zehnerl aufmacha ko und des woas a mei Mama. Dann backtsn bei de Ohrwaschl und ziagtn ausse.
In da Kirch hob i schomoi an Erzengel Gabriel gspuit, obwohl des doch a Mo war, aba ois Engl hoda woi lange blonde Hoar k’hobt und zwegs dem hamms dann mi gnumma.
Mei Mama hod ma am Omd davor, d’Hoar auffedraht, mit Stofffetzal. Da ko ma fei garned richtig schlaffa, aber wia i in da Fria aufg’wacht bin, hob i trotzdem g’schlaffa g’habt.
Richtig scheene Englslockal san des worn und da Pfarrer hat ma dann no a weiß’s langs G’wand gebn. I glaab so brav hob i in meim Lebn no nia ausg’schaut.
Aba dann hob i an rechtn Batzer ins Krippnspui einibracht.
I bin da so vor der Maria g’standn (eignlich war’s de Vroni) und hab ihr die frohe Botschaft verkündet, obwohl i garnix g’sagt hab, i bin nur da g’standn und hab d’Arm g’hobn und bedächtig g’schaut. Aufjednfoi hätt’i nachm Liadl, des wo’s g’sunga hom, vo der Bühne (oder wie ma des in der Kirch nennt wo da Pfarrer drauf steht) abgeh soin und nach da zwoatn Strophn hob i mi aufn Weg g’macht, da hom de vom Chor nomoi oans aufg’legt.
Was miassn de Deppn aa a so a lange Pausn macha?
Vorn im Puplikum hat glei oane aufgschrian, wahrscheinli hats Angst ghobt, dass wenni da Maria bloß d’Hälfte vazoih, dass nacha koa Kind g’riagt. Aba auf den Schrei hi binni wia o’gwurzelt steh bliebn, hob mi auf da Stell umdraht und bin zruckglaffa.
Des hätt i woi besser bleim lassn, wei i nimma dro denkt hob, dass de Kuttn so lang iss.
Wia’s da Himmi so wui, bin i auffegstieg’n und in hom Bogn auf da Maria ihrn Schoß gflogn und des ohne Flügl. Dabei hob i dann den Ständer mim Weihrauch umg’schmissn und des Dipferl iss aufganga und da ganze heilige Rauch iss aufg’stiegn.
Da Seppi hot aba glei reagiert und de Schüssl mim Weihwasser backt.
Des Pech war bloß, dass se da Herr Pfarrer mittlerweile nach dem Dipferl buckt hod, da Seppi aba in seim Schwung nimma bremsn kenna und dem Herrn Pfarrer des ganze Weihwasser in’s Gnack einigschütt hod.
Der braucht se jetz des ganze Joar nimma bekreizigen, nachdema drin bod hod.

Mei, olle san’s aufg’sprunga und durchananda g’rennt und ham g’schrian.
Ganz vui ham aba a bloß g’lacht, so wia mei Bruada. Nacha hoda g’sogt, des war des erstemoi wo d’Kirch Spass g’macht hod. Und für mi war’s des letzte Moi wo i beim Krippnspui mitg’macht hob.

Eignlich woit i dahoam garnix vo da G’schicht vazoin, aba mei Bruada da Depp hod beim Essn sei Goschn wieda ned hoidn kenna. Aba Gottseidank hom’s olle g’lacht.

Nachm Mittogessn werd dann bei uns jed’s Joar de Tür zum Wohnzimmer obg’sparrt und meine Eltern dean an Christbaam schmückn. Mir spuin dawei Spiele und san ganz brav, damit’s Christkind a kimmt. Irgendwann, kummt dann mei Mama und sagt uns dass ma uns jetz umziang miassn.
Dann muass i a Kleidl drogn.
Des ganze Joar über trog i koa Kleidl und i vasteh a ned, warum i für’s Christkindl oans oziang muass, des sigt mi sowieso ned, wei’s ja scho weg iss, wenn mia ins Zimmer einigegan. Aba do lasst mei Mama ned mit sich redn.

Wenn’s Glöckerl klingelt öffnet mei Papa de Tüa und mia griangn olle ganz große Augn, wei so vui Packerl unterm Weihnachtsbaum liegn. Aber bevor Bescherung iss, miass ma no a boar Weihnachtsliadl singa. Unser Mama singt a mit, wei die de scheenste Stimm hod, da Papa hoit se raus, wei der ned singa ko, de Oma singt trotzdem mit und da Opa spuit mit seina Quetschn.
Dann deaf ma de G’schenka ausbackln.

Schee war’s Weihnachtsfest wieda, wia jed’s Joar.

Autor: Eva-Maria Herrmann
Titel: Weihnacht’n dahoam
Copyright: by Eva-Maria Herrmann
gepostet von Eva-Maria Herrmann
Date: Thu, 16 Oct 2008 13:01:55 +0200
E-Mail: evamaria.herrmann@web.de
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