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Christkindls Weihnachts Geschichten

Die Geschichte von Lisa und Antony
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Die Geschichte von Lisa und Antony

Ich hatte es nicht geglaubt als ich diese Geschichte gehört habe, ich habe gedacht da will mir jemand ein Märchen erzählen. Aber die Geschichte fand ich sehr schön und das Komische daran sie ist auch noch wahr!!

Am Anfang dieser Geschichte steht eine Dating-Seite aus dem Internet. Lisa hatte sich entschlossen sich einmal auf einer solchen Seite anzumelden.Sie war keine 17 mehr, sie war inzwischen 52 Jahre alt und seit längerer Zeit allein. Das war im Frühling, vor einigen Jahren. Sie war erst kurze Zeit auf dieser Seite angemeldet als sie in ihrem dortigen Postfach eine Nachricht fand. Es war ein kurzer Gruß von Antony. Lisa hatte sich vorgenommen auf alle Grüße zu Antworten, also Antwortete sie auf diesen Gruß und schickte die Nachricht an das Postfach von Antony.
Er schrieb wieder zurück, sein Name sei Antony und er wäre ein einsamer, amerikanischer Soldat der auf diesem Weg Kontakt zu einer Frau suchen würde weil er sonst keine Gelegenheit hätte jemanden kennenzulernen. Seine Mutter sei aus Hamburg und er wollte sich darum nach einer deutschen Frau umsehen. Auch er hatte inzwischen die 50 erreicht und sein Frau vor einigen Jahren verloren.Sie schrieb ihm wieder zurück und so entstand ein netter Kontakt zwischen den Beiden. Lisa veränderte sich in dieser Zeit, sie wurde fröhlich und strahlte den ganzen Tag. Wenn man sie sah konnte man ihr ansehen das sie sich verliebt hatte. Verliebt in ein Bild und geschriebene Worte sonst nichts. Nach einigen Monaten sagte sie ihrer Familie sie wolle Antony in der Kaserne, in Abbas Ostafrika, in der er stationiert war besuchen, er wollte ihr eine Besuchserlaubnis beschaffen damit sie kommen konnte. Ihre Familie war entsetzt!! „ Das ist doch ein Fake“ „Betrügerbanden sind das, dass liest man doch immer wieder“ „Du hast doch keine Ahnung was Du da tust, Du hast diese Person noch nie gesehen. Da kann doch jeder an der Tastatur sitzen und schreiben, das sind Leute die wollen Dich nur ausnehmen.“ Solche Sätze hörte sie von allen Seiten. In ihrem Kopf war ein klares „Alle haben recht das ist sicher ein Fake“, aber ihr Herz sagte etwas Anderes.
Lisa hörte auf ihren Kopf und brach die Verbindung ab, obwohl ihr Herz ihr sagte es ist alle wahr. Antony konnte nicht verstehen warum sie den Kontakt abbrach, warum sie ihm so böse Worte schickte. Er schrieb ihr jeden Tag Liebesbriefe auf ihr E-Mail Konto, sie las sie aber antwortete nicht auf seine Nachrichten. Als ihr Herz es nicht mehr aushielt schrieb sie ihm ein Mail zurück. „Wenn Du kein Fake bist und mich wirklich liebst wie Du schreibst, weißt Du wo Du mich findest!“ Das waren die einzigen Worte die sie schrieb. Inzwischen war es Spätsommer geworden. Die Mails hörten eines Tages auf.. Es kamen von Antony keine Briefe mehr, was Lisa sehr traurig macht, aber sie tat so als würde es ihr nichts ausmachen! „Siehst Du, haben wir doch gleich gesagt, nun siehst Du es doch wohl ein das wir Recht hatten.“ „Na, Du glaubst nicht wie froh wir alle sind das Du endlich wieder bei Verstand bist“ Solche Kommentare kamen nun. Aber Lisas Herz schrie, sie wollte es nicht glauben. Nein sie glaubte es nicht, wozu hat mein Herz wenn man nicht drauf hört. Ihr Herz war sich sicher. Sie liebte diesen Fake, wenn es einer war. Sie liebte das Bild von ihm, sie liebte was er geschrieben hatte. Jede Mail hatte sie sich ausgedruckt und las sie jeden Tag, dabei liefen ihr die Tränen übers Gesicht.
Es wurde Herbst, der Oktober ging zu Ende. Lisa war traurig, aber sie sagte immer „Ich werde eines Tages Antony treffen, ich spüre es ganz deutlich!“ Die Familie fing schon an über Lisa zu lachen, Sie glaubten alle sie würde einem Fake hinterherlaufen, fanden es ja sowieso schon lächerlich das sie sich in ein Bild und geschriebene Worte verliebt hatte.
Inzwischen war es Anfang November, es war ein nebeliger Morgen. Lisa telefonierte mit ihrer Schwester als sie plötzlich sagte: “Warte, ich will eben meinen PC hochfahren und meine Mails nachsehen, Antony hat geschrieben.“ „Was,“ rief ihre Schwester Monika entsetzt. „Du schreibst wieder mit diesem Fake.“ „ Nein, eigentlich nicht, ich habe schon seit Wochen nichts von ihm gehört.“ „Wie kommst du dann darauf er hätte dir eine Mail geschickt, das ist doch albern!“sagte Monika und man konnte ihr breites Grinsen durch das Telefon schon fast sehen .“ Ich spüre es, er hat geschrieben.“
Tatsächlich war eine Nachricht von Antony in ihrem Postfach. „Meine große Liebe.“ stand dort „ Ich bin aus dem Kriegsgebiet, muss Dich dringend sprechen. Bitte komme auf Skype, bitte“ Lisa las ihrer Schwester die Mail vor. „ Das ist doch wieder ein Fake“ sagte sie. „Du wirst doch darauf nicht antworten, Vergiss ihn endlich das ist doch alles gelogen, die versuchen es immer wieder und Du in Deiner Verliebtheit bist das richtige Opfer!“ Lisas Kopf sagte sich natürlich sie hat recht, aber ihr Herz sagte nein es ist echt, er liebt dich. Er liebt Dich so wie Du ihn liebst,obwohl ihr euch noch nie begegnet seit, höre auf dein Herz.
Er hatte nicht gesagt um welche Zeit sie sich auf Skype treffen wollten, aber sie spürte das er auf sie wartete. Sie beendete das Telefongespräch mit ihrer Schwester, ging auf Skype und gab den Namen Antony wieder ein.
Ihr Herz raste vor Aufregung. Es dauerte nicht lange und Antony war am anderen Ende.“ Ich habe gespürt das Du da bist!“ war das Erste das er ihr schrieb. „Meine Frau, ich bin aus der Kriegszone, ich bin jetzt in Serane. Nach meinem Rücktrittsgesuch musste ich die Basis innerhalb von vier Tagen verlassen. Ich habe mein Gepäck dem Priester anvertraut und mich einem UN Konvoi angeschlossen der mich mitnahm, so bin ich nach Serane gekommen.“
Im Hinterkopf immer noch die Worte ihrer Schwester hörend, schrieb sie zurück: „Schreibt doch gleich wie viel Geld ihr wollt und lasst mich zufrieden, blöde Mistbande!“ Zurück kam: „ Warum sagst Du solche Worte zu mir, meine Liebe. Ich will Dein Geld nicht, ich will zu Dir nach Hause kommen! Ich wollte nur fragen ob ich nach Hause kommen darf!!“ Lisa liefen die Tränen über´s Gesicht als sie schrieb: „ Natürlich darfst Du nach Hause kommen, ich warte auf Dich!“ „ Es dauert noch ein wenig bis ich da sein kann mein Herz. Ich muss erst nach Agora, Ich treffe mich dort mit dem Priester, er hat mein Gepäck, darin sind meine Geldkarte und meine Papiere.“ „Wie willst Du ohne Papiere und Geld nach Südafrika kommen?“ „ Vergiss nicht meine Geliebte ich bin Soldat und ich habe 2000,-Dollar in der Tasche, ich schaffe das! Gott wird mich beschützen. Ich melde mich wenn ich in Agora bin.“ Dann war die Verbindung unterbrochen. Lisa erzählte niemandem von dem Skype-Talk. Warum sollte sie auch, es waren ja alle der Meinung er wäre ein Phantom.
Am nächsten Tag schaltete sie ihren PC an. Sie lies ihn einfach nur angeschaltet stehen und machte ihre Arbeit. Plötzlich legte sie ihre Arbeit aus der Hand, sie spürte das Antony auf sie wartete oder jeden Moment sich melden würde. Sie setzte sich an ihren PC und schaltete Skype-Talk an. Sie hatte das Programm gerade geöffnet als er online war. Wieder hatten beide gespürt das der Andere auf sie wartete. Antony war in Südafrika angekommen, aber der Priester ist nicht gekommen. Er war in Südafrika, ohne Papiere. Die Papiere von ihm hatte ja der Priester, im Gepäck das Antony ihm gab.
Er war einige Tage in Agora und hat auf den Priester gewartet, er schickte ihm ein Mail nach der anderen erhielt aber erst nach 6 Tagen eine Antwort. Der Priester hatte einen Unfall, ein Auto hatte ihn angefahren und er lag verletzt im Krankenhaus. Aber leider in einem ganz anderen Teil von Afrika, er hatte Antony`s Gepäck bei sich. „Der Priester liegt im Krankenhaus in Tumbee“, schrieb er an Lisa.“ ich muss nach Tumbee um meine Papiere zu bekommen!“ „Antony, bitte tue das nicht“, schrieb Lisa zurück. „Ohne Papiere nach Tumbee, mein Herz wie willst Du das schaffen? Die Grenzen von Tumbee werden stark überwacht. In Tumbee herrscht Ausnahmezustand.! Das Land steht kurz vor einem Bürgerkrieg“ „Ich muss es tun meine Geliebte, ich tue es für uns, brauchen doch meine Papiere. Ohne Papiere ich nicht kann nach Hause kommen mein Liebling. Ich werde es schaffen! Gott steht uns bei, er wird mich schützen!“ Sie schrieb zurück:“ Bitte geh nicht, es ist zu gefährlich. Doch wenn Du meinst Du musst gehen werde auch ich Gott bitten Dich zu beschützen!“ „Amen. Danke mein Engel, ich melde mich wieder.“ Lisa hatte Angst, Angst um Antony. Einem Phantom, das sie noch nie gesehen, noch nie berührt hatte, aber liebte. Ja, sie liebte dieses Wesen das ihr schrieb, ihr sagte das er nach Hause wollte, sein Zuhause bei Ihr suchte weil sie der einzige Mensch war den er kannte. Sieben Stunden später meldete er sich wieder. „Ich bin jetzt in Tumbee, ein Maschinist mit dem ich gesprochen habe hatte mich im Maschinenraum einer Transportmaschine mitgenommen, so bin ich ohne Papiere hier gekommen an, morgen gehe ich und suche den Priester um mein Gepäck zu nehmen, dann ich bin hier weg und kommen nach Hause meine Königin. Nun ist es Nacht und ich muss mir was suchen wo ich Übernachten kann. Wenn ich ein Internet-Cafe finden ich melde mich bei Dir,meine Frau. Bald werde ich zu Hause sein mit Dir das verspreche ich! Hab keine Angst, ich passe auf mich auf!“
Nun lief er durch das Krisengeschüttelte Tumbee um den Priester zu suchen, hatte das den nie ein Ende? Stand ihre Liebe unter so einem schlechten Stern? Würden sie sich jemals begegnen? „Sei vorsichtig, mein Liebling! Ich mache mir Sorgen, ich habe ein wenig Angst um Dich.“ „ Mache das nicht, bleibe ganz ruhig meine Liebe, ich schaffe das. Denke daran ich bin ein Soldat. Ich habe gelernt auf mich aufzupassen.“ Es war irgendwie schon komisch, sie brauchten sich nie für eine Zeit verabreden. Beide wussten immer wann der Andere im Netz war. Sie spürten sich trotz der vielen Kilometer die zwischen ihnen lagen, sie fühlten den Anderen ohne dessen Anwesenheit. Dieses Gefühl wurde von Tag zu Tag stärker, ihr Verhältnis zueinander immer inniger, obwohl sie sich noch nie gesehen hatten. „ Das ist die wahre Liebe, meine Königin!“ hatte Antony einmal geschrieben. „Es gibt sie nicht oft. Die wahre Liebe verbindet zwei Menschen für immer und man kommt nie wieder davon los. Sie wird von Gott gegeben.“ Lisa hatte damals darüber gelächelt als Antony ihr das geschrieben hatte. Er war im Gegensatz zu ihr ein sehr gottesfürchtiger Mensch. Inzwischen glaubte sie auch daran, wie konnte es sonst sein das sie so fühlte. Obwohl ihr Herz überquoll versuchte sie so wenig wie möglich mit Anderen darüber zu sprechen. Sie würden es doch nicht verstehen nur lästern und versuchen es ihr auszureden. Er war für alle nur eine Wunschfigur von Lisa. Diesem Spott wollte sie sich nicht mehr aussetzen. Wenn jemand sie scheinheilig nach Antony fragte sagte sie nur: „Wir schreiben uns auf Skype-Talk ist ganz nett, macht Spaß!“ Brauchte keiner zu wissen wie sie sich fühlte, sie wusste selber nicht wie sie das erklären sollte. Es kam ihr manchmal vor wie ein Wunder.
Es war Dezember geworden. Die beginnende Weihnachtszeit machte Lisa traurig wusste sie doch nicht genau bis wann Antony bei ihr sein konnte. Sie hätte ihn so gern bei sich, sie wollte nicht mehr allein sein. Aber er musste erst genug Geld für den Flug zusammen haben bevor er das Land verlassen konnte. Er arbeitete in einem Hotel in Tumbee als Aushilfe, machte den Pool sauber, schleppte Stühle und Liegen durch die Gegend aber in Tumbee, ganz im Nordwesten von Afrika konnte man nicht viel verdienen. Es würde einige Zeit dauern bis er genug Geld für den Flug zusammen hatte. Sie skypten aber jeden Tag. Sie konnten die Tage nicht ertragen wenn sie nichts voneinander hörten, beide waren immer rechtzeitig zur Stelle wenn einer von ihnen an den PC ging. Nie verabredeten sie sich doch nie verpassten sie einander.
In der Mitte der zweiten Dezember Woche berichtete Antony seiner Liebsten das er auf dem Flughafen war, weil er ein Ticket kaufen wollte. Lisa jubelte vor ihrem PC, endlich würde er kommen. Aber schon die zweite Zeile lies sie verstummen. „Es gibt da ein Problem meine Süße!“ schrieb Antony da. Ich habe meine Auszeichnungen bei mir, die ich für meine Verdienste bei der Army bekommen habe.“ „Ja, was ist damit?“ fragte Lisa ihren Antony. „ Auf diesen Orden ist eine spezielle Legierung mit der ich nicht durch den Flughafen komme, sie sagen das Metall würde die Navigationsgeräte stören und darum dürfte ich damit nicht in ein Flugzeug in Tumbee steigen! Was soll ich nun tun meine Frau?“
Hörte das denn nie auf? Legte Gott ihnen zur Prüfung nur dicke Steine in den Weg, Lisa verstand das diese Geschichte niemand glaubte, sie konnte es selber nicht glauben. „ Was soll ich jetzt tun meine Frau?“ fragte er noch einmal. Lisa wusste es nicht, am Liebsten hätte sie zu ihm gesagt „Schmeiß den Mist ins Meer und komm nach Hause“ aber das ging nicht, das konnte sie nicht tun. Es waren seine Auszeichnungen, es war ein Teil seines Lebens, es war für ihn wichtig das spürte sie. „ Ich weiß es nicht mein Herz, ich weiß es nicht!“ war das Einzige das sie darauf Antworten konnte. „ Was haben sie Dir denn am Flughafen geraten was Du tun kannst?“ „Sie meinten ich solle über das Wasser nach Hause gehen das wäre besser!“ kam die Antwort von ihm. Wo inzwischen überall wieder Piraten lauern, die Schiffe geentert werden und die Leute ausgeraubt, da sollte er mit dem Schiff nach Hause. Und wie lange das dann dauern würde, nein das geht doch nicht. Lisa´s Herz krampfte sich zusammen, aber konnte sie Antony das schreiben? Nein, auf keinem Fall durfte sie ihm das schreiben. Aber sie wusste gleichzeitig das er es dann in diesem Jahr nicht mehr schaffen konnte bei ihr zu sein, das schmerzte besonders. Sie hatten es sich so gewünscht die Familie am Weihnachtsfest mit ihrem Phantom zu überraschen.“ Ich werden mir ein Schiff suchen mein Liebling! Du wirst es sehen ich bin bald zu Hause, schneller als Du denkst werden ich bei Dir sein und ich verspreche Dir ich gehe nie wieder von Dir, wir gehören uns für immer, wie wir es uns versprochen haben. Vertraue mir, ich bitte Dich. Meine Königin Du bist das Einzige auf der Welt das ich habe, Du bist mir wichtig ich brauche Dich. Ich weiß nicht wie lange es dauert aber wir werden in den nächsten Tagen, solange ich auf dem Schiff bin, sein ohne uns schreiben zu können, ich werde Dich vermissen aber bald bin ich bei Dir denke immer daran du bist das Wichtigste in meinem Leben. Sei ganz ruhig und habe keine Angst.“ „Gott schütze Dich !“ war das Einzige das Lisa in diesem Augenblick schreiben konnte.

Sie war nur froh mit niemandem darüber gesprochen zu haben, so blieben ihr wenigstens das Gekicher und die blöden Bemerkungen der Anderen erspart. Jeden Abend um 22.00 Uhr, zog Lisa sich ihre Jacke an und ging in den Garten, sie fühlte Antony in ihrer Nähe. Das hatten sie schon gemacht als er noch in Abbas war. Jede Nacht zur gleichen Zeit waren sie beide nach draußen gegangen um einander nahe zu sein. Denn es war die selbe Erde auf der sie standen und der selbe Himmel, die selben Sterne über ihnen. Antony hatte einmal geschrieben „ Wir stehen dann beide zwischen Vater Himmel und Mutter Erde und sie werden unsere Liebe beschützen. Denn Gott schützt die Liebenden!“ So hatten sie es immer gemacht wenn sie sich nicht schreiben konnten. Sie wusste das auch er nun draußen sein würde und wünschte ihm ein gute Nacht, dann ging sie wieder ins Haus.
Der Morgen des 23. Dezembers war richtig kalt, irgendwie roch es nach Schnee. Alle waren mit den letzten Vorbereitungen für das Fest beschäftigt. Auch Lisa hatte noch ein paar kleine Besorgungen zu machen. Als sie zurückkam legte sie noch Holz in den Ofen, das Feuer knisterte wieder und sie stellte sich ans Fenster und dachte an Antony. Da tanzten die ersten Flocken vom Himmel, schnell wurden es mehr und mehr. Es wurde ein richtiges Schneetreiben vor dem Fenster und Lisa kümmerte sich wieder um die Dinge die noch für die Festtage erledigt werden mussten. Der Schnee bedeckte die Erde mit einer dicken Schicht und eine friedliche Ruhe machte sich breit, Weihnachtsfrieden nannte sie das immer, die schönsten Momente der ganzen Weihnacht. Ihr Herz war traurig aber das brauchte niemand zu wissen, Ihre Schwester Monika war am Nachmittag angekommen sie wollten die Tage gern gemeinsam verbringen. Am Abend saßen sie zusammen im Wohnzimmer, hatten sich Glühwein gemacht und erzählten von den Erinnerungen an die Weihnachtsfeste zu Hause als sie noch Kinder waren.
Plötzlich stand Lisa auf, es war gerade 20.30 Uhr, zog sich ihre dicke Jacke an und die warmen Stiefel. „Wo willst Du denn hin?“ fragte ihre Schwester. „Antony hat gerufen, ich muss in den Garten!“ war die Antwort und schon war sie im Schneetreiben verschwunden. Kopfschüttelnd stand Monika am Fenster konnte aber nichts erkennen „Spinnt mal wieder ein bisschen von diesem Antony, wann sie den wohl mal aus dem Kopf bekommt ?„ murmelte sie.
Lisa stand hinten am offenen Gartentor und blickte in den Himmel! „Ich fühle Dich ganz nah bei mir mein Herz, „ sagte sie „ ich hatte das Gefühl Du hast mich gerufen!“ „ Gute, das haben ich auch meine Königin!“ hörte sie eine kräftige Männerstimme neben sich, die sie noch nie gehört die ihrem Herzen aber vertraut war. „ Antony“ war das einzige Wort das sie sagen konnte, da hatte er schon seine Arme um sie gelegt und sie zärtlich geküsst. Sie standen noch eine ganze Zeit draußen und der Schnee wirbelte um sie herum und bedeckte sie mit vielen dicken Flocken aber das merken die Beiden nicht. Er hielt sie fest in seinen Armen und bedeckte ihr Gesicht mit 1000 Küssen wie er es ihr versprochen hatte. Das Schneetreiben ließ plötzlich nach und die Beiden standen auf Mutter Erde; über ihnen hatte Vater Himmel einen Winterhimmel mit tausenden von Lichtern gezaubert als wolle er ihnen zeigen das nach der langen Reise ihre Liebe nun hier seine Erfüllung fand.

ENDE

Titel: Die Geschichte von Lisa und Antony
Autor: Gaby Jung
Copyright: © Gaby Jung
gepostet von Gaby Jung
am 15.11.2012 23:55
E-Mail: g.jung.2@gmx.de

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Christkindls Weihnachtsgeschichten

  1. A undankbars Kind
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  4. Antonia sucht den Weihnachtsmann
  5. Auf der Suche nach dem Christkind
  6. Auf der Suche nach ihrem Platz
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  9. Briafal an’s Christkind
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