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Christkindl`s Weihnachtsgedichte
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Der Pfefferkuchenmann

Die Frauenkirche im Hintergrund als tolle Kulisse,
auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt ein Stand,
es duftet von weitem schon nach Zimt und Honig –
wir sind bestimmt mitten im Pfefferkuchenland!

In einer mit Fichtenzweigen geschmückten Bude
steht unter vielen anderen – der Pfefferkuchenmann.
Aus gefärbtem Zuckerguß ist seine rote Schnute
und als Augen sind wie üblich zwei Rosinen dran.

Als wäre er lange im Süden in Urlaub gewesen,
so ausgeruht und braungebrannt steht er nun da,
als hätte er wochenlang in der Sonne gelesen –
dabei er nur kurz einen Backofen von innen sah.

Erst wurden Honig, Zucker, Rübensirup und Fett
in einem Topf am Herd langsam warm gerührt.
Dann bekam die braune Masse aus Mehl ein Bett.
Gewürze und Hirschhornsalz wurden eingerührt.

Am kalten Balkon durfte der Teig abgedeckt ruhen,
bis schnittfest zum Ausrollen und Verarbeiten er war.
Unterdessen wurden hergerichtet die Gebäcktruhen,
Puderzucker mit ausgepresster Zitrone für`s Haar.

Mit einer schweren Teigrolle wurde der Teig geglättet
bis er dünn und ganz ohne irgendwelche Falten war.
Die ausgestochenen Pfeffermänner wurden gerettet
und auf einem Backblech im Ofen in 2o Minuten gar.

Nach dem Backen erhielt er Mütze, Hände und Schuhe
und auch Knöpfe aus weißem und farbigen Zuckerguß.
Dann bekam er endlich zum Weichwerden seine Ruhe
im feuchten Klima des Gewölbekellers ganz zum Schluß.

Dort wartete er eine ganze Zeit auf die Weihnachtstage,
auf den Weihnachtsmarkt, seine Besucher und ein Kind.
Das Warten war – wie im normalen Leben – eine Plage,
aber das Weichwerden geht ja auch nicht so geschwind.

Endlich war es soweit, er durfte heraus aus der Dose
und wurde ganz vorsichtig in Folienpapier verpackt.
Er roch noch besser, braunglänzend war seine Hose,
und sein Kopf sah aus, als sei er mit Klarlack gelackt.

Am Weihnachtsmarkt musste er dann wieder warten,
bis eine Mutter mit einem Geldbeutel vor ihm stand,
den Pfefferkuchenmann für den Basar im Kindergarten
im Auge hatte, überlegte und ihn dann käuflich erstand.

Am Weihnachtsbasar sah er viele Kinder und Frauen –
eine Frau hat sich sehr schnell dann in ihn verliebt.
Nach kurzem Überlegen und bewussten Anschauen
hat ihr Kaufwunsch die gegenteiligen Gefühle besiegt.

So machte sie ihrem kleinen Kind eine große Freude,
als dieses am Vorabend vor dem Nikolaustag ihn sah,
und hat es ihn nicht gegessen, so steht er noch heute
auf dem Fensterbrett, Ausschau haltend, wartend da.


Autor: Sieglinde Seiler
Titel: Der Pfefferkuchenmann (Crailsheim, den 5.12.05)
Copyright: © Sieglinde Seiler
gepostet von Sieglinde Seiler,
Date: 26.08.2009 23:06
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