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Vom Glühweinglück
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Vom Glühweinglück

Heilig Abend
gab’s mir
‚nen Stich
nach einem Glühwein
gelüstete mich;
so nahm ich
‚nen schniegel
blechernen Tiegel
und schürte
das Feuer
mit hölzernem Prügel;
welcher Funken
versprühte
so dass baldig
die Herdplatte glühte.

Dem Tiegel
zu mampfen
gab ich Whisky
zum Dampfen;
der Dunstrauch
entfloh
ich löschte ihn eilig
und ziemlich unheilig
mit Rum aus Stroh
und meinen Durst
ebenso;
Hollaho !

Die Suppe blubberte
mein Riechorgan
schnupperte
es fehlte noch was:
Karibischer Rum
vom hölzernen Fass !
So verdünnte ich
mit wenig Mühe
und ‚ner Buddel Rum
die sämige Brühe
wie himmlisch
roch das;
ohhh ohooo !

Ich kostete
und prostete
lustig und wild
mit meinem
eigenen Spiegelbild
welches im Tiegel
dunstig unscharf
schwabbelte
und blabsende
Blasen warf.
Weil aber der Sud,
den Rand
des Tiegels erklomm
so dass eine
dicke Schicht
vom Zimte
drauf schwomm
gab ich noch
vier Arak und
etliche Flaschen
vom Sekt
und vom
kirschroten Wein
gemeinsam in
das Süppchen hinein.

Wobei ich mich dabei
gar nicht genierte
und aus einer
Schöpfkelle
die Mixtur soupierte;
dann tunkte ich
zunächst noch
klein-klein
stückchenweis eine
Stulle hinein;
diese versehen
mit dem
weihnachtlichem Guss
dinierte ich
mit dem höchsten Genuss.

Die Suppe,
sie brodelte
ich aber jodelte
und es roch
aus dem Kübel
das Süppchen
nicht übel
zufrieden mit mir
trank ich
nebenbei Bier
und schleckte
und schmatzte
und weil
das Süppchen
im Halse
mir kratzte
gab ich statt Vanille
und statt auch Kamille
eine Schachtel
Backpulver zu.
Juchheissa, juhu !

Da begann es
zu gasen
die Brühe
warf Blasen
wobei sie blib-blabbte
und auf
die Herdplatte
schwappte;
und manchmal
auch blubbte
wobei sich dies
mit der Zeit
als gefährlich
entpuppte.

Denn es tönte
„blib-blob“
drauf klang es
„blabb-blapp“
mein Süppchen
warf Wellen
schwipp-schwipp
und schwipp-schwapp
und der Pegel
stieg drohend;
die Herdplatte
glühte rot lohend;
wobei es arg stank
wenn der Zimt
auf die Herdplatte sank
und dort,
meine Güte
mit feurigem Schimmer
auf dem Herde
verglühte
doch kam es
noch schlimmer,
Oweia owei !

Denn es kam
zum Wurfe
von Blasen
und als
diese platzten
zu Gasen
doch noch nicht genug:
Wegen des
brennenden Prügels
hob sich ein Funken
zum Flug
wobei dieser
auf das
Gasgemisch stieß
welches ihn freudig
willkommen hieß;
die Wirkung
war heftig
die Explosion
leider deftig.

Denn nicht nur die Stille
zerriss es
auch den Christbaum
den schmiss es
dieser wurde dabei
nicht bloß leicht
nur verletzt
sondern insgesamt
vollends zerfetzt;
und überall lagen
Kugelsplitter
und Nadeln
und Zweige umher
um es zu sagen:
Es gab ihn
nicht mehr.

Auch kam es
dass der Tiegel
samt Griff
auf der Flucht
mir heulend
um meine
Ohren pfiff;
die Flamme
aber holte
mit Stich und
mit Schein
wobei ich verkohlte
mich am
Hinterteil ein.

Das Sitzen
vermeidend
liege ich
„hicks“ leidend
auf meinem Bauche
und sauge
„hicks“, aus
‚nem Schlauche
statt Glühwein,
den der Teufel hole,
„hicks“ mir zum Trost
„hicks“ Euch zum Prost
schmerzlindernde
Sylvester-Bowle.

Autor: Josef Albert Stöckl, Kirchdorf bei Haag/Oberbayern
Titel: Vom Glühweinglück
Copyright: by Josef Albert Stöckl
gepostet von Albert Stöckl
Date: 25.11.2013 08:42

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