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Thomasorakel

Das Thomasorakel ist eine so genannte Tellersaat

Am Thomastag streut man in Bayern Gerstenkörner in einen Blumentopf mit guter, gehaltvoller Erde und stellt ihn in die warme Stube. Nach Weihnachten kann man von der Gerste ablesen, wie das Wetter für die nächsten 12 Monate wird. Jeder Tag nach Weihnachten entspricht einem Monat im Jahr. So kann man Feuchtigkeit, Trockenheit, starkes Wachstum, frühes Gilben, usw. an der Gerste ablesen.
Liegen die Körner zu feucht, wird der Januar naß, wachsen Sie kräftig wird der Frühling günstig etc.

Am Thomastag begegnet man vielen Sitten, die man auch in der Sylvesternacht wiederfindet: heiratslustige Mädchen bleiben bis Mitternacht auf, wenn sie dann ins Wasser oder in den Spiegel schauen, so sehen sie das Gesicht des Zukünftigen und auch das Bleigiessen wird mancherorts gepflegt.

Auch die Christen haben diesen Tag immer mit großem Nachdruck gefeiert, mit Nachtwachen, mit den Versuchen, in Gebeten die Zukunft zu erforschen, mit Segenswünschen für alle Nachbarn.

In Westfalen ist die Rittbergische Hochzeit Tradition. Man muß an diesem Tag kräftig und viel essen und trinken.

Verwandte Bräuche sind die Tellersaat, der Luciaweizen sowie der Barbaraweizen.


Inhalte mit freundlicher Erlaubnis des Graf-Zeppelin-Gymnasiums in Friedrichshafen; aus der Jahresarbeit 'Rund um Weihnachten' von Simone Heiß, Kathrin Wetzel und Annette Grimm.