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Kathrein-Tag, Kathrein, Katharina von Alexandria

(ein Service von www.heiligenlegenden.de)

Katharina war eine Märtyrerin, Nothelferin
Gedenktag ist der 25. November

Die mystische Vermählung von Katharina (links) mit Jesus (dem Kind), um 1516

Katharina ist eine legendäre Gestalt, sie wird erst ab dem 10. Jahrhundert erwähnt.

Der Legende nach war Katharina die Tochter des Königs Costus von Zypern. Als der Sohn des Kaisers die schöne, hochgebildete und unermeßlich reiche Frau heiraten wollte, sah diese in einem Spiegel, dass ihr der Bewerber nicht an Adel, Schönheit, Reichtum und Weisheit entspreche. Auch andere Männer wies sie stolz ab. Ein Einsiedler wies sie auf Christus als den richtigen Bräutigam hin. Sie ließ sich taufen und erlebte in einer Vision, wie das Jesus ihr den Verlobungsring an den Finger steckte.

Katharina reiste nach Alexandria. Als der römische Kaiser Maxentius während eines Militärzugs in die Stadt heidnische Opfer auch von den Christen verlangte, intervenierte sie und fragte, warum der Kaiser nicht seinem Aberglaube abschwöre und sich zu Christus bekenne. Der Kaiser verlangte auch von ihr das Götzenopfer; Katharina weigerte sich und bestand darauf, ihr Recht und ihre besseren Argumente in einer Diskussion zu beweisen. Der Kaiser lud die 50 besten Philosophen ein, die aber allesamt gegen die kluge Argumentation Katharinas die Waffen strecken mussten und sich selbst taufen ließen; dafür wurden sie vom wütenden Kaiser verbrannt. Nun bot er selbst Katharina die Ehe an; sie weigerte sich, worauf der Kaiser ihr die Kleider vom Leib riss; er ließ sie mit bleikugelbesetzten Geißeln ausgepeitschen und ins Gefängnis werfen. Im Kerker brachte ihr eine weiße Taube Nahrung, ein Engel tröstete sie, worauf die Wachmannschaft sich bekehrte.

Schließlich sollte Katharina gerädert und gevierteilt werden, doch die Räder brachen und töteten statt dessen die Folterer. Dieses Wunder brachte das Volk, die Garde und die Kaiserin auf ihre Seite. Als seine eigene Frau ein Bekenntnis an die Macht des Christengottes ablegte, ließ der Kaiser Katharinas Brüste abreißen und die seine ganze von ihr bekehrte Garde umbringen. Wenig später ließ er Katharina enthaupten, doch aus ihrer Halswunde strömte kein Blut, sondern Milch; Engel ergriffen ihren Leib und entführten sie auf den Berg Sinai, wo deshalb das Katharinenkloster entstand.

Katharina ist eine der Vierzehn Nothelfer. Am "Kathrein-Tag" endete früher die Zeit des Viehs auf der freien Weide und begann die Schafschur, Mägde und Knechte bekamen ihren Lohn ausbezahlt. Ab dem 13. Jahrhundert war Katharina nach Maria die meistverehrte Heilige. Die Schneiderinnen in Pariser Modehäusern heißen bis heute nach ihr "Cathérinettes". 1969 wurde ihr Feiertag aus dem römischen Kalender gestrichen.

Bild: Lukas Cranach, der Ältere: Die mystische Vermählung von Katharina (links) mit Jesus (dem Kind), um 1516, Museum der schönen Künste in Budapest

Inhalte mit freundlicher Unterstützung von Ökumenisches Heiligenlexikon http://www.heiligenlexikon.de

Bauernregel:

  • Wie St. Kathrein / wird's Neujahr sein
  • Wie's um Katharina, trüb oder rein, / wird auch der nächste Februar sein
  • Wie dieser Tage an Kathrein, / solch Wetter wird im Jänner sein.
  • Schafft Katharina vor Frost sich Schutz, / so wartet draußen lange Schmutz